Wir treten 2010/2011 zum ersten Mal zur StuPawahl an. Hier findet ihr unser Wahlprogramm und unsere Plakate. Da wir nicht angetreten sind um danach wieder spurlos zu verschwinden, hier schon mal Nummer 1.

Open Access

Wir fordern, dass alle Forschungsarbeiten, die an der Uni durch den Einsatz von öffentlichen  Mitteln erarbeitet werden, wenn irgend möglich unter Open Access verträgliche Lizenzen gestellt werden.

Wir möchten darauf hinwirken, dass die Uni ein zentrales Archiv aller verfassten Forschungsarbeiten, die unter dieses Kriterium fallen, vorhält. Diese Forschung wurde über Steuergelder finanziert und sollte daher auch frei verfügbar und für jedermann zugänglich sein. Neben dem gesellschaftlichen Nutzen eines solchen Modells würde in Zukunft auch das Schreiben von Doktor- oder Abschlussarbeiten deutlich vereinfacht werden, da ein einfacher und direkter Zugriff auf alle Forschungsergebnisse möglich ist.

Es ist nicht die Aufgabe der Universitäten ein privatwirtschaftliches Geschäftsmodell in Form der Journal-Herausgeber am Leben zu erhalten.

Datenschutz

Datenschutz darf an der Uni kein Fremdwort sein! Praktischer Datenschutz fängt mit Aufklärung an. Die Hochschulgruppe Piraten fordert deswegen eine Aufklärungskampagne zum Umgang mit persönlichen Daten an der Uni.

Wir setzen uns für die Ausarbeitung und Umsetzung eines modernen Datenschutzkonzeptes ein. Die Piraten Hochschulgruppe erwartet, dass die Uni nur unverzichtbare personenbezogene Daten erhebt und diese bestmöglich schützt.

Open Source

Die Universität setzt im Moment in vielen Fächern den Gebrauch von kommerzieller Software voraus. Auch wenn diese Software über die Uni günstiger zu beziehen ist, so stellt sich trotzdem die Frage, ob diese zusätzliche Belastung der Studierendenschaft zuzumuten ist.

Die HSG-Piraten fordern ein Umdenken im Umgang mit Software. Wir wollen die Universität schrittweise auf freie und offene Software umstellen. So können auch die Studierenden die notwendigen Arbeitsmittel außerhalb der Universität einsetzen.

Wir setzen uns dafür ein, dass offene Formate in Zukunft als Universitätsstandard gelten. So erhält jeder unabhängig von seiner Systemkonfiguration und seinem Geldbeutel Zugriff.

Freie Bildung

Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung hat. Bildungsgebühren jeglicher Art schränken den Zugang zu Bildung ein und werden von uns daher kategorisch abgelehnt.

Jedem Menschen soll unabhängig von seiner sozialen Herkunft, ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht werden. Wir setzen uns gegen die (Wieder-)einführung von Zweit- und Langzeitstudiengebühren ein.

Wir möchten, dass der günstige studentisch selbstverwaltete Kindergarten "Flohzirkus"erhalten bleibt, damit auch weiterhin Familie und Studium vereinbar bleiben.

Kein unfreiwilliges Reality-TV

Wir sprechen uns vehement gegen den Einsatz von Videoüberwachung auf dem Campus aus, denn diese bringt keinerlei tatsächlichen Sicherheitsgewinn. Sie kann weder Straftaten verhindern, noch erhöhen sie maßgeblich die Aufklärungsrate von Verbrechen.

Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass auf dem Campus keine weiteren Kameras  installiert werden und bereits bestehende Kameraüberwachung wieder abgebaut wird, um die Privatsphäre der Studierenden und Mitarbeitenden zu bewahren.

Transparente und direkte Hochschulpolitik

Stupa

Wir möchten es zukünftig allen Studierenden vereinfachen sich an der Hochschulpolitik zu beteiligen, indem wir Diskussionsprozesse des StuPa öffentlich zugänglich machen. Hierfür setzen wir uns für einen StuPa-Ticker ein, damit Diskussionen über Internet abrufbar sind.

Diskussion und Abstimmungsergebnisse sollen online problemlos verfolgt werden können.

Senat

Wir setzen uns für direktdemokratische Elemente, wie Initiativen und Petitionen ein. So soll der Einfluss der Universitätsmitglieder auf Senatsentscheidungen erhöht werden.

Transparente Hochschulverwaltung

Als Piraten möchten wir, dass die Hochschulverwaltung deutlich transparenter gestaltet wird und Entscheidungen und Diskussionsprozesse bereits vor deren Abschluss öffentlich gemacht werden, um möglichst viele Universitätsmitglieder zu erreichen. Die Möglichkeit  sich selbst ein Bild zu schaffen, muss gegeben sein. Sich darüberhinaus an der Diskussion beteiligen und eigene Ideen und Vorschläge einbringen zu können, sollte als selbstverständlich gelten.

Bachelor-/Mastersystem verbessern

Auch mehrere Jahre nach Einführung des neuen Bachelor-/Mastersystems ist man der ursprüngliche Zielsetzung nicht gerecht geworden. Das System wurde unter anderem deswegen eingeführt, um Universitätsabschlüsse europaweit besser vergleichen zu können und Universitätswechsel zu erleichtern. Stattdessen hat die Umstellung zu einer Deflexibilisierung und Banalisierung der universitären Bildung geführt. Wir setzen auf:

Mehr Flexibilität durch Wahlmodule und polyvalente Veranstaltungen

Das Anrecht auf einen  “Masterplatz” nach abgeschlossenen Bachelorstudium

Eine unabhängige und flächendeckende Evaluation des Ba/Ma-Systems zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre

Podcasts und Videovorlesungen

Vorlesungen sollten als Video und/oder Podcastformat verfügbar sein. Hierbei wird die Vorlesung als Stream und im Download angeboten. Diese können online kommentiert, ergänzt und vertieft werden. Einige Gründe hierfür sind:

  • So ist eine Anpassung an die individuellen Lernbedürfnisse möglich
  • Die Lernumgebung kann selbst bestimmt werden
  • Krankheitsbedingte Ausfälle werden nachhaltig kompensiert

Bibliotheksöffnungszeiten erweitern

Wir fordern, dass die Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek erweitert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bibliothek auch an Sonn- und Feiertagen zumindest zwölf Stunden geöffnet hat.

Ernährung am Campus

Im Interesse einer gesunden und verträglichen Ernährung fordern, dass geprüft wird, in welchem Umfang es möglich ist, ein zusätzliches veganes Stammessen einzuführen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass es eine kostengünstigere Alternative zum Stammessen gibt. Ebenso wollen wir, dass die Wartezeiten für das Stammessen erheblich verkürzt werden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass Club-Mate an allen Automaten und Cafeterien der Universität zu verkaufen ist.